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Zum Wohl. Die Pfalz.

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Vor knapp zwei Wochen begann mein zweiter Urlaub mit dem Wohnmobil. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie war es von Anfang an klar, dass es nicht ins Ausland gehen wird. Einen richtigen Plan, wo es überall hingehen sollte, gab es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Klar war nur, dass wir in die Pfalz und anschließend an die Mosel fahren würden. Doch genau das ist das Schöne am Urlaub mit dem Wohnmobil- man fährt irgendwo hin und bleibt da, wo es gefällt.

Eine knappe Stunde nach Abfahrt, rief mich ein sehr guter Freund an, der derzeit in Bochum wohnt. Kurzfristig entschlossen wir uns bei ihm halt zu machen und die Nacht in Bochum zu verbringen. Wir gingen gemeinsam essen und genossen den Abend, denn es gab unglaublich viel zu erzählen. Am nächsten Morgen ging die Reise dann zeitig weiter in die Pfalz. Während der Fahrt hatte ich schon einen Wohnmobil-Stellplatz in der Nähe von Neustadt an der Weinstraße rausgesucht, welchen wir auch anfuhren. Allerdings gab es dort keinen Platz mehr für uns, weshalb wir von den Inhabern darauf hingewiesen wurden, dass dessen Tochter ein paar Kilometer weiter auch über Stellplätze verfügt. So landeten wir in Roschbach. Ein überschaubarer Ort, der an der südlichen Weinstraße gelegen ist und über viele Weingüter verfügt. Mit dem Wohnmobil standen wir quasi bei den Besitzern des Weinguts im Garten. Ein Jahr zuvor hatten diese eine neue Lagerhalle gebaut, wo auch die Dusche und die Toilette eingebaut worden waren. Alles war auf dem neuesten Stand, sauber und sehr schön- sanitäre Anlagen wie man es eigentlich nur von zu Hause kennt.

Eigentlich hatten wir geplant zwei Nächte dort zu bleiben, entschieden uns aber dazu eine Nacht länger zu bleiben, weil es uns so gut gefiel. Von unserem Stellplatz aus erkundeten wir mit den Rennrädern die Gegend. In der Pfalz gibt es viele landwirtschaftliche Wege durch die Weinreben, die sehr gut mit dem Rad befahrbar sind. In dieser Woche bin ich das erste Mal mit dem Rennrad gefahren und ich muss sagen: bergauf bei 35°C ist das schon maximal anstrengend. Die wunderschöne Aussicht allerdings, die sich uns während der Touren immer wieder bot, machte aber alle Anstrengungen wieder wett. Zwischendurch sind wir immer an Weingütern angehalten, die uns angesprochen haben (davon gab es eine ganze Menge) und haben hier und da die Weine und Traubensäfte probiert.  So haben wir auch die originale Pfälzer „Weinschobbe“ (Weinschorle) kennen gelernt: 90% Wein und 10% Wasser. Wenn es uns besonders gut gefallen hat, haben wir auch ein paar Flaschen mitgenommen, sodass die Fahrradgarage im Wohnmobil am Ende des Urlaubs zu 70% aus Wein bestand. Abends ließen wir uns es in Restaurants mit köstlicher Hausmannskost gut gehen.

Nach drei Tagen fuhren wir weiter nach Hambach- einem Stadtteil von Neustadt a. d. W. und fanden einen Stellplatz direkt unter dem Hambacher Schloss. Das Schloss sollte in Bezug auf das Hambacher Fest vielen ein Begriff sein. Die Teilnehmer des Fests 1832 forderten nationale Einheit, Freiheit, sowie Volkssouveränität. Darüber hinaus steht das Fest mit den anderen Revolutionen und Aufständen zu der Zeit im Zusammenhang (z.B. die Julirevolution in Frankreich). Außerdem wurde die schwarz-rot-goldene Flagge hier das erste Mal geschwungen.

Von unserem Stellplatz aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg hoch zum Schloss. Bei etwa 40°C dauerte es beinahe eine Stunde bis wir oben angekommen waren, doch die Aussicht war grandios und wog die Anstrengungen wieder auf. Das Schloss von außen ist auch wunderschön und gut erhalten (worden). Allerdings war die Ausstellung im Schloss selbst nicht sehr empfehlenswert. Größtenteils nur leere Räume bis auf einen im vierten Stock, der sich mit der Geschichte des Schlosses und Revolutionen in Europa im allgemeinem befasst.

Nach sechs Tagen Pfalz ging für uns die Reise weiter an die Mosel. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag. Zum Abschluss möchte ich euch die nachfolgenden Bilder nicht vorenthalten.

Bis dahin!

Eure, Patrizia.

Aussicht vom Hambacher Schloss.
Das Hambacher Schloss.
Hambacher Schloss
Neustadt a.d. W.- Stadteil Hambach

Ein Winzerstübchen, wo wir essen waren.

2 Kommentare

  • Elke Bontjer-Dobertin

    Moin Patrizia,
    schön, dass es wieder was von dir zu lesen gibt! Und schön, dass Ihr wieder heile zu Hause gelandet seid.
    Mit dem WoMo unterwegs zu sein, das habe ich ja auch einige Male erleben dürfen. Eine tolle Art zu reisen!
    Eure Strecken kenne ich auch. Bin jetzt gespannt auf die Moselfahrt und weiteres.

    Neustadt an der Weinstraße – als beschaulichen Ort habe ich die Stadt in Erinnerung. Dort ist doch auch der Elwetritschebrunnen? Oder war das ein anderes Neustadt? Nee, an der Weinstraße ist es nur dieser Ort.
    In der Gegend war ich mit meiner Cousine, ihrem Mann und Friedrich unterwegs. Mit Wanderung in der Haardt – zurück bei Vollmond.
    Danach habe ich ein Gedicht geschrieben…

    Ist alles so lange her…
    🙁
    Lieben Gruß
    Oma

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